Schon wieder ein Kilo mehr auf der Waage. Das kann doch nicht sein!  Dabei habe ich gar nicht mehr gegessen und bewegt habe ich mich auch wie immer. Ganz im Gegenteil ich war diese Woche sogar einmal mehr beim Sport als sonst. Zu tiefst deprimiert steige ich von der Waage. Verzweiflung, Planlosigkeit, gepaart mit Unwohlbefinden und Frust – so geht es in den Tag.

Vielen Frauen in den Wechseljahren geht es so. Mich macht es zeitweise richtig unrund und fuchtig. Ich fühle mich nicht wohl, wenn sich mein Bäuchlein nach vorne wölbt, das Shirt weg steht und der Hosenbund spannt. Es ist zum Verzweifeln. ☹ Ich fühle mich von meinem Stoffwechsel wirklich verraten!

Doch dieser Vorgang, d.h. wird er nicht durch eine Änderung der Ernährungs- bzw. Trainingsgewohnheiten bewirkt, ist leider ganz normal und hat seine Ursache, wie meist in den Wechseljahren, im Alter und in der Hormonumstellung.

Immer dann, wenn der menschliche Körper mit großen Veränderungen beschäftigt ist, wie in den Wechseljahren oder der Kindheit, aber auch dann, wenn der Mensch anfälliger wird für Erkrankungen und Verletzungen ist des Körpers oberste Priorität, die Energieversorgung.

Muskeln sind unsere Kraftwerke und verbrauchen Energie. Zu viele Muskeln und zu viele gut arbeitende Muskeln gefährden somit die Energieversorgung. Lieber reduziert der Körper Muskelmasse und fährt die Verbrennungstätigkeit der Muskulatur herunter und lagert die übrigen Kalorien als Fett ein, um auf der sicheren Seite zu sein. So kann der Körper in Zeiten von Krankheit auf die Fettreserven zurückgreifen und krankheitsbedingte Schwächezustände besser und schneller ausgleichen. Wenn das ein kleiner Trost ist: „Ein wenig mehr Fett ist im Alter daher sogar gesund.“

Die Gewichtsreduktion in den Wechseljahren fällt uns also deswegen so schwer, weil der Grundumsatz gesunken ist. Die Muskeln verbrennen weniger Kalorien als früher und gleichzeitig verlieren wir an Muskelmasse, zu Gunsten von Fett.

Eine 50-jährige Frau hat bei gleichem Gewicht fast doppelt so viel Fettgewebe, wie eine 30-Jährige. Während jüngere Frauen auch ohne Bewegung noch rund 2200 Kalorien pro Tag verbrennen, sind es bei Frauen in den Wechseljahren oft nur noch 1000 bis 1200 Kalorien. Gerade die Altersgruppe von 45 bis 55 ist gewichtsmäßig besonders schwierig. Die allermeisten Frauen nehmen in dieser Dekade um die fünf Kilo zu.

Als ob das nicht schon genug wäre, setzt uns auch noch unser Körper in Bezug auf Sport Grenzen. Wir können nicht mehr das Gleiche leisten, wie noch vor 20 Jahren. Das bedeutet, dass der Kalorienumsatz auf Grund von Bewegung nicht mehr so reduziert wird, wie früher.

Ich kenne auch das nur allzu gut! 1 kg mehr, war mit ein paar Zusatzrunden gleich wieder weg. Heute schaffe ich diese Zusatzrunden gar nicht mehr!

Doch das Verflixte ist, dass sich das Hungergefühl und das Essverhalten gar nicht auf diese Veränderungen einstellen und einfach tun was sie wollen.

Und dann kommt noch das Hormonchaos während der Wechseljahre dazu. Weil die weiblichen Hormone (Östrogene) weniger werden, gewinnen die männlichen an Einfluss. Der Effekt: Die Fettdepots verlagern sich von Schenkeln und Hüften zum Bauch.

Und als wäre es nicht schon genug an alle dem, kommen auch noch die Stimmungsschwankungen hinzu, die Schlafstörungen die uns müder und schlapper machen und den Heißhunger ankurbeln, sowie die zusätzlichen Körperteile die wir im Spiegel erspähen, bis hin zu den Fledermaus-Ärmeln, wo einst wohlgeformte Oberarmmuskeln waren.

Doch wozu gibt es da die viele Tipps und Tricks wie wir den Stoffwechsel wieder ankurbeln können?

Liebe Ladies, ihr wundervollen Göttinnen hier habe ich zahlreiche Möglichkeiten für euch zusammengesammelt, um den Stoffwechsel auf Trab zu bringen:

  • Wechselwarme Duschen: Das warme und kalte Wasser regt die Haut an, mehr zu arbeiten. Auch die Muskeln dürfen wieder aktiv werden und Wärme produzieren. Der Kreislauf wird angeregt und verbrennt zusätzliche Kalorien. Außerdem beugen wir der einen oder anderen Falte vor, weil es unsere Haut strafft.
  • Trockenbürsten: sanfte kreisende Bewegungen regen die Durchblutung an und sorgen durch die leichte Muskelarbeit für Verbrennung und aktivieren den Stoffwechsel.
  • Sauna oder Dampfbad: Schwitzen stimuliert den Stoffwechsel und wirkt weiteren Beschwerden der Wechseljahre entgegen. Der Stoffwechsel, sowie die Ausscheidung von Giftstoffen wird angeregt
  • Massagen und Wellness Behandlungen: gönne dir einmal pro Woche eine kurze Auszeit. Die Muskeln werden gelockert, der Abtransport der Schlacken funktioniert besser, Stress wird abgebaut, das Wohlbefinden verbessert sich und der Körper kann wieder zur optimalen Funktion zurückfinden..
  • Thymusdrüse klopfen (Brustbein auf Höhe des Dekolletees): bringt das Immunsystem auf Vordermann, aktiviert den Kreislauf und weckt die Schilddrüse auf.
  • Massieren der Ohren: weckt auf, macht munter und fitter. Akupunkturpunkte werden stimuliert.
  • Bewegung: zu jeder Zeit! Treppen, kleine Wege, je mehr du zu Fuß gehst, umso mehr profitiert dein Stoffwechsel. Es muss gar nicht die Hardcore-Variante an Bewegung sein, die wieder nur Muskelsäure hervorruft und dem Stoffwechsel zu schaffen macht. Lieber sanfter, aber ausdauernder! Training vor dem Frühstück sorgt dafür, dass der Stoffwechsel auf die Fettreserven zurückgreifen muss.
  • Wasser trinken: 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht, damit wir unsere Lebensfunktionen erhalten können. Wenn wir stark schwitzen oder viel Sport machen, entsprechend mehr! Mehr Wasser heißt mehr Schlacken ausscheiden. Mehr Schlacken ausscheiden, heißt bessere Funktion und besserer Stoffwechsel.
  • Scharfe Zutaten: Chili, Pfeffer, Curry, Ingwer, Curcuma kitzeln den Stoffwechsel!
  • Träge Schilddrüsen können mit Fisch unterstützt werden. Viel Jod hilft ihr die Hormone T3 und T4 vermehrt zu bilden.
  • Und last but not least: Feuriger Sex!

 

Ganz zum Schluss möchte ich dir noch meinen persönlichen Stoffwechsel-Cocktail ans Herz legen, der mich täglich begleitet:

– warmes Wasser
– Saft 1 Zitrone
– 2-4 Scheiben Ingwer
– 1 Messerspitze Curcuma
– Prise schwarzen Pfeffer

Warmes Wasser kurbelt die Verdauung an. Schwarzer Pfeffer stärkt das Immunsystem und ebenso die Verdauung, hat eine entzündungshemmende Wirkung und erhöht die Aufnahmefähigkeit des Curcumas um ein Vielfaches. Curcuma wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, leitet Schwermetalle aus dem Körper aus, hemmt den Knochenabbau, senkt den Cholesterinspiegel uvm.

Probier es einfach aus! Schmeckt wirklich köstlich!